Der Frieden & Der Reichtum

von Aristophanes - Doppelvorstellung

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Der Frieden:
Daniel Kunze verbindet in seiner Inszenierung Der Frieden von Aristophanes die antike Komödie mit gegenwärtigen politischen Fragen und untersucht, warum Menschen Kriege führen. Die humorvolle Satire und nachdenkliche Reflexion über Demokratie, Macht und Verantwortung wird nach der erfolgreichen Eröffnung der letzten Spielzeit in dieser Saison wieder auf der Schlossbühne zu sehen sein.

Der Reichtum:
Der Reichtum hat ein Sehproblem. Seit Jahrtausenden findet er zuverlässig die Falschen. Er geht zu denen, die schon haben, bleibt bei denen, die ihn vermehren, und fehlt dort, wo er gebraucht würde. Ein bedauerlicher Irrtum? Oder doch ein ziemlich stabiles System?

Aristophanes nimmt diese Frage wörtlich: Was wäre, wenn der Reichtum plötzlich sehen könnte? Wenn er erkannte, wie ungerecht seine Gaben verteilt sind – wie wenige sehr viel haben und wie viele fast nichts? Und was, wenn sich das ändern ließe: einfach so, über Nacht?

In der Komödie Der Reichtum, entstanden um 400 v. Chr., wird aus dieser Vorstellung ein allegorisches Märchen: Chremylos, ein anständiger und unauffälliger Bürger aus Athen, fragt das Orakel von Delphi, ob es nicht besser wäre, den Pfad der Tugend zu verlassen, um seinen Kindern größeren Wohlstand zu sichern. Also: Einfach die Erbschaftssteuer umgehen – heute von einigen auch als die „Dummensteuer“ bezeichnet? Das Orakel schlägt einen anderen Weg vor: Chremylos soll den Gott des Reichtums von seiner Blindheit heilen. Denn wenn der Reichtum nicht mehr blind wäre, gäbe es keine Ungleichheit mehr.

Chremylos schreitet zur Tat – mit Erfolg. Sehenden Auges verteilt der Reichtum seine Gaben nun gerecht unter der Bevölkerung. Was wiederum die Göttin der Armut auf den Plan ruft. Sie verteidigt die Ungleichheit als notwendigen Antrieb für Wett- bewerb und Wohlstand. Bei Aristophanes gewinnt der Reichtum gegen die Armut und wird in einem Festzug gefeiert. Ob das heute, 2500 Jahre später, genauso wäre – daran dürfen wir getrost zweifeln.

Wie schon Aristophanes’ Der Frieden verhan- delt auch Der Reichtum Schlüsselthemen unserer Zeit: die obszöne Kluft zwischen Arm und Reich, die Tatsache, dass die Anständigen sehr häufig die Dummen sind, die Ideologie des Wettbewerbs, den Zynismus, die Gier. Aristophanes dreht die Verhältnisse radikal um und entwirft eine Welt, in der der Reichtum endlich dort ankommt, wo er hingehört. Eine absurde Komödie, gewiss – denn alles daran ist lächerlich, bescheuert, unglaubwürdig, unwahrscheinlich, unmöglich. Oder?

Doppelvorstellungen Der Reichtum und Der Frieden am 11. Oktober und an Silvester mit Imbiss in der Pause.

Bei Fragen, Buchungswünschen und Interesse an Rollstuhlfahrerplätzen und Plätzen für Begleiter wende dich bitte an die Servicehotline 02841 88 34 110

Der Frieden

MIT

Catherine Elsen
Matthias Heße
Florian Kager
Ben Krolzik
Marissa Möller
Clara Pinheiro Walla

REGIE

Daniel Kunze

BÜHNE UND KOSTÜM

Sophie Leypold

MUSIK

Peter Winking

SOUNDDESIGN

Manuel Fehlings

Der Reichtum

MIT

Linus Ebner
Catherine Elsen
Matthias Heße
Florian Kager
Clara Pinheiro Walla

REGIE

Jakob Arnold

BÜHNE UND KOSTÜM

Christian Blechschmidt

MUSIK

Franz Klee

Spielort

Schloss, Kastell 9, 47441 Moers
  1. 11. Okt.
    So, 15:00 Uhr
    Schloss
  2. 31. Dez.
    Do, 17:00 Uhr
    Schloss
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  9. Premiere 10. Sep. 2026 Kapelle
    Junges S.T.M
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  10. Premiere 25. Okt. 2025 Schloss
    Der Frieden nach Aristophanes und Antoine Vitez. Deutsch von Claus Bremer, Hartmut Kirste und Lothar Sprees
  11. Premiere 7. Jul. 2026 Studio
    Junges S.T.M
  12. Premiere 26. Sep. 2026 Schloss
    Der Reichtum von Aristophanes
  13. Geleucht von Sigrid Behrens - Schulpremiere
  14. Premiere 26. Nov. 2026 Kapelle
    Dracula von lynn t musiol - Koproduktion mit Les Théâtres de la Ville de Luxembourg

Extras

  1. 13. Sep. 2026
  2. 4. Okt. 2026 Schloss

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