Zu Sylvester und weiteren Terminen veranstaltet das Schlosstheater Moers einen besonderen Theaterabend in (fast) antikem Ausmaß: Der Frieden und Der Reichtum als Doppelvorstellung – mit Imbiss in der Pause.
Der Frieden:
Daniel Kunze verbindet in seiner Inszenierung Der Frieden von Aristophanes die antike Komödie mit gegenwärtigen politischen Fragen und untersucht, warum Menschen Kriege führen. Die humorvolle Satire und nachdenkliche Reflexion über Demokratie, Macht und Verantwortung wird nach der erfolgreichen Eröffnung der letzten Spielzeit in dieser Saison wieder auf der Schlossbühne zu sehen sein.
Der Reichtum:
Der Reichtum hat ein Sehproblem. Seit Jahrtausenden findet er zuverlässig die Falschen. Er geht zu denen, die schon haben, und fehlt dort, wo er gebraucht würde. Was aber wäre, wenn der Reichtum plötzlich sehen könnte? Wenn er endlich gerecht verteilt würde? Aristophanes macht aus dieser Frage eine ebenso komische wie radikale Versuchsanordnung. In seinem über 2400 Jahre alten Theaterstück prallen unterschiedliche Vorstellungen von Gerechtigkeit aufeinander – und mit ihnen die Frage, ob Ungleichheit notwendiger Antrieb oder bloß Ausdruck eines ungerechten Systems ist. Jakob Arnolds Inszenierung setzt auf die Kraft der Komödie: musikalisch, widersprüchlich und mit großer Lust daran, die Welt für einen Moment auf den Kopf zu stellen.
Spielort
Schloss, Kastell 9, 47441 Moers