Dracula

Uraufführung von lynn t musiol

Dracula

Unsterblich sein. Von Jahrhundert zu Jahrhundert leben. Grenzen überschreiten, die für andere endgültig sind. Doch was verbindet Vampire eigentlich mit uns? Dracula von lynn t musiol richtet den Blick auf einen Moment, der im Mythos meist übersprungen wird: die Phase zwischen Biss und Verwandlung. Zwischen Infektion und Ausbruch. Zwischen dem, was war, und dem, was unwiderruflich kommt. Wir begleiten einen Menschen, der gebissen wurde – und der diese Schwelle durchlebt. Was geschieht im Körper? Welche Ängste tauchen auf? Welche Zeichen kündigen die Transformation an? Und was bedeutet es, sich in etwas zu verwandeln, das man nie werden wollte?

Im Bild des Vampirs verhandelt der Abend Fragen, die weit über das Fantastische hinausreichen: Wie erzählt jemand von einer HIV-Infektion? Was berichtet eine Landschaft, die sich durch die Klimakrise verändert? Wie leben wir mit dem Wissen um unumkehrbare Prozesse? Die liminale Phase – das Dazwischen – erscheint hier nicht nur als Zustand der Bedrohung, sondern als schöpferischer Raum: ein Ort für Trauer über das Verlorene ebenso wie für die tastende Annäherung an das Unvermeidliche.

Und so mäandert dieser Abend von der Arztpraxis in die Selbsthilfegruppe, von intimen Selbstgesprächen zu kollektiven Stimmen – und driftet auf ein traurig-schönes Finale zu, das bezirzt wie ein butterweicher Sonnenaufgang.

Text und Regie: lynn t musiol
Bühne und Kostüm: Ulla Willis
Mit: Florian Kager, Max Thommes

Premiere:
Donnerstag, 26.11.2026
in der Kapelle

Koproduktion mit Les Théâtres de la Ville de Luxembourg

Spielzeit 2026/27

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Theater für die Stadt Moers

Mit der Spielzeit 2025/2026 startet am Schlosstheater Moers eine neue künstlerische Ausrichtung unter der Intendanz von Jakob Arnold und Daniel Kunze. Ihr Leitmotiv: Radikale Zeitgenossenschaft.

Radikale Zeitgenossenschaft bedeutet, Theater als aktiven Spiegel der Gegenwart zu begreifen. Die Produktionen setzen sich konsequent mit den politischen, sozialen und kulturellen Fragen unserer Zeit auseinander. Der Spielplan fokussiert sich dabei auf Neue Dramatik, auf Ur- und Erstaufführungen sowie auf Über- und Weiterschreibungen älterer Stoffe.

Pressekontakt: melina.reuss@schlosstheater-moers.de

Schauspielensemble

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    Matthias Hesse

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    Clara Pinheiro Walla

  1. 6. Sep.
    So, 17:00 Uhr
    Das Kapital von Karl Marx – Marathonlesung
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  2. 10. Sep.
    Do, 18:00 Uhr
    Kapelle
    Junges S.T.M.
    Die Zofen von Jean Genet – Ensemble Total
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    Premiere
  3. 13. Sep.
    So, 11:00 Uhr
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  4. 13. Sep.
    So, 16:00 Uhr
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  5. 13. Sep.
    So, 18:00 Uhr
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